Weiterhin eine große Tischtennis-Familie bei Weltmeisterschaften

Nach einem Teilnahme-Rekord bei der Team-WM 2012 in Dortmund mit 808 Aktiven aus 148 Ländern hat der Weltverband ITTF inzwischen die Zahl reduzieren müssen, um geeignete Hallenkomplexe als Austragungsort zu finden. Bei Mannschafts-Weltmeisterschaften gilt seit 2016: Nur noch 96 Herren- und 96 Damen-Teams können teilnehmen, darunter die besten 48 der jeweils vorangegangenen WM. Zuvor durfte jedes der 222 ITTF-Mitgliedsländer ein Team melden.

Hintergrund waren Probleme von WM-Ausrichtern, für die wachsende Tischtennis-Familie geeignete Hallenkomplexe zu finden und die Kosten der größten Hallensportveranstaltung der Welt zu refinanzieren. „Die kleinen Nationen, die befürchten mussten, nicht mehr teilnehmen zu können, sahen das natürlich anders, daher ist die Zahl von je 96 Teams schon ein Kompromiss“, erklärt ITTF-Präsident Thomas Weikert.

Weniger Teilnehmer auch bei Einzel-WM

Auch bei der Einzel-WM wurde reduziert auf drei Spieler pro Nation in der Grundquote. Hat eine Nation einen Spieler unter den Top 100 in der Weltrangliste, ist ein weiterer Aktiver für die Mannschaft startberechtigt. Für einen zusätzlichen Spieler, der unter den Top 20 rangiert, gibt es einen fünften Mann bzw. eine fünfte Frau. Das Gastgeberland darf darüber hinaus eine/n sechste/n Spieler/in bestimmen. Zuvor waren es fünf Spieler pro Land in der Grundquote und bei hoher Weltranglisten-Einstufung maximal sieben pro Geschlecht.

Die Tischtennis-Familie in Düsseldorf ist trotzdem groß. Von den 222 ITTF-Nationen werden in der Messe Düsseldorf Teilnehmer aus rund 130 Ländern erwartet.

Entwicklung der Teilnehmer

  • 1926: 9 Nationen, 74 Spieler/innen
  • 2012: 148 Nationen, 808 Spieler/innen (Rekord)
  • 2013: 127 Nationen, 801 Spieler/innen
  • 2017: 130 Nationen, 700 Spieler/innen (erwartet)

50.000 Zuschauer erhofft

Etwa 4.000 Akkreditierte aus verschiedenen Bereichen sind Gäste des Turniers oder tragen in irgendeiner Weise zum Gelingen der Veranstaltung bei, darunter rund:

  • 700 Spielerinnen und Spieler, die sich alle unglaublich gut vorbereitet haben
  • 400 Trainer und Betreuer
  • 200 Schiedsrichter
  • 300 Volunteers
  • 400 Medienvertreter aus 32 Ländern

Nicht zu vergessen: Die Veranstalter erwarten rund 50.000 Zuschauer insgesamt.

Enormer Aufwand für die größte Hallensportveranstaltung der Welt

Allein drei Hallen des großen Messe-Geländes sind nur für Wettkampf und Training reserviert. Weitere Gebäude beherbergen die Teilnehmer-Verpflegung, Verkaufsstände und die zahlreichen Mitmachaktionen für Zuschauer.

Für acht Turniertage Tischtennis-Spektakel belegt Tischtennis die Messe ganze 17 Tage. So aufwendig sind Auf- und Abbau. Hier noch ein paar Logistik-Zahlen:

  • Tischtennis auf 50.000 qm Messe-Fläche
  • 7.000 qm roter Sportboden werden verlegt, darunter ist Holzboden
  • 100 Tischtennis-Tische in Trainings- und Spielhallen werden benötigt
  • 7.000 Bälle liefert der Ausrüster für Training und Wettkampf nach Düsseldorf
  • geschätzte 1.400 Spiele, 6.700 Sätze, 120.000 Punkte werden gespielt

Tischtennis: Gut für die Region

Tischtennis-Weltmeisterschaften sind auch ein Wirtschaftsfaktor für die Region. Allein die 4.000 Akkreditierten benötigen:

  • 18.000 Übernachtungen
  • 80.000 km Transportservice
  • 10.000 Stunden Security-Einsatz
  • 22.500 Mittag- und Abendessen
  • 45 Köche
  • 50 Tonnen Lebensmittel
  • 38.000 Liter Getränke

Nicht eingerechnet sind dabei die Zuschauerumsätze in der Halle und der Sportstadt Düsseldorf insgesamt durch Fans aus Deutschland und der ganzen Welt.

 

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